Die 9 wichtigsten Biotechnologie-Trends 2022

Nicht erst seit der Covid19-Pandemie ist die Biotech-Branche im Aufwind. Große Impulse geben seit einigen Jahren vor allem Künstliche Intelligenz und die Digitalisierung. Biotechnologie sorgt kontinuierlich für neue Erkenntnisse. Davon profitieren nicht nur neue Behandlungsmethoden gegen Aids, Alzheimer oder Krebs gefunden, sondern neben Medizin- und Pharmabranche auch weitere Bereiche wie die Landwirtschaft oder die Lebensmittelindustrie. Grund genug, sich die neun wichtigsten Biotech-Trends für das nächste Jahr anzuschauen.

1. KI (Künstliche Intelligenz)

Künstliche Intelligenz erlaubt es Biotech-Unternehmen und vor allem Startups, neue Diagnose-Methoden zu entwickeln und davon innovative und sehr präzise Behandlungsmethoden abzuleiten. KI hilft z.B. mittlerweile dabei, Medikamente zu entwickeln, die auf die Genetik der Patient*innen abgestimmt sind. In der Diagnostik wird KI eingesetzt, um z.B. Röntgenaufnahmen oder Blutproben automatisiert zu analysieren. Hier spielt vor allem die Mustererkennung der Künstlichen Intelligenz eine zentrale Rolle.

2. Big Data

Wie in anderen Bereichen auch, spielt Big Data in der Biotech-Branche eine wichtige Rolle. Dank immer größerer Rechenpower kann intelligente Software innovative Behandlungsmöglichkeiten entwickeln oder Mediziner*innen bei der Arbeit mit Patient*innen unterstützen. Die Analyse und Verarbeitung großer Datenmengen bietet Biotech-Unternehmen ebenso wie der Forschung noch präzisere Einblicke z.B. in Krankheitsverläufe oder liefert aufschlussreiche Erkenntnisse zu Patientengruppen.

3. Genomchirurgie (Gene Editing)

Spätestens mit der Entwicklung der CRISPR-Technik ist es in der Biotechnologie möglich, Gensequenzen gezielt an bestimmte Anforderungen anzupassen. Die Genschere hat die Möglichkeiten für Unternehmen, Mediziner*innen und die Forschung vervielfältigt. Wichtige Ziele sind hier u.a. die Behandlung von vererbten Krankheiten oder die Anpassung von Pflanzen und Tieren an spezielle Witterungsbedingungen. So soll die CRISPR-Technik u.a. dazu dienen, Nutzpflanzen an die sich verändernden klimatischen Verhältnisse im Zuge des Klimawandels anzupassen.

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4. Gensequenzierung

Noch vor wenigen Jahren war es enorm kostspielig, das menschliche Genom bzw. Genome allgemein zu sequenzieren. Mit Hilfe moderner Technologie und immer leistungsstärkeren Rechnern können Biotech-Firmen heute die Gensequenzierung als Grundlage für weitere Forschungen nutzen, wie die Entwicklung individuell auf Patient*innen ausgerichtete Medikamente. Auch wenn die Methoden schon lange angewandt werden, stößt die Genforschung immer wieder auf neue Erkenntnisse.

Zahlreiche Startups haben sich mittlerweile weltweit auf die Gensequenzierung spezialisiert und bieten diese zu unterschiedlichen Zwecken immer günstiger an.

5. Personalisierte Medizin („precision medicine“) bzw. synthetische Biologie

Auch wenn die Medikamentenentwicklung sich immer weiterentwickelt, handelt es sich bei jedem Medikament nur um ein Produkt, das für eine ganze Gruppe entwickelt wurde. Personalisierte Medizin wählt einen anderen Ansatz. Auf der Basis von Gensequenzierung und der Analyse mit KI und anderen Methoden werden von modernen Biotech-Unternehmen Medikamente für die spezifischen Anforderungen eines bestimmten Menschen entwickelt. So kann u.a. der Metabolismus genau berücksichtigt werden, also wie Menschen einen bestimmten Wirkstoff überhaupt verarbeiten. Durch die Individualisierung von Medikamenten werden diese nicht nur wirksamer, sondern es soll auch geringere Nebenwirkungen geben.

6. Biomanufacturing

Biotech-Unternehmen sind heute in der Lage, Gewebe, Organe oder andere Biomasse im Labor zu erzeugen. Biomanufacturing soll u.a. eines Tages die Lösung für Organtransplantationen liefern. In der Lebensmittelindustrie dient die Technologie u.a. dazu, Fleisch im Reagenzglas zu züchten, um so die Viehzucht und damit einhergehend den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

7. Bioprinting

Aufbauend auf Biomanufacturing ist Bioprinting ein weiterer wichtiger Biotech-Trend 2021. Mit Hilfe spezieller 3D-Drucker sollen damit z.B. aus Zellen und Gewebe Organe oder andere Biomaterialien entstehen. Die künstlich erzeugten Zellprodukte können später nicht nur in der Medizin, sondern auch der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden.

8. Mikrofluidik (Microfluidics)

Mikrofluidik beschäftigt sich mit dem Verhalten von Flüssigkeiten auf kleinstem Raum. Die Anwendungsgebiete sind vielseitig. So lässt sich die Forschung z.B. für die Weiterentwicklung von Druckern ebenso einsetzen wie für die Entwicklung neuer Infektionstests.

9. Tissue Engineering

Die Entwicklung von organischem Material im Labor lässt sich mit Hilfe von Bioprinting und Microfluids realisieren. Tissue Engineering sorgt als Disziplin aus der Biotechnologie u.a. für große Hoffnung bei Menschen, die auf Spenderorgane hoffen. So sollen für Transplantationen genutzte Organe oder auch Haut zukünftig günstig und schnell im Labor gezüchtet werden können. In der Lebensmittelbranche wird Tissue Engineering als Lösung für künftige Ernährungsengpässe gesehen.

Digitalisierung und KI sind auch in der Biotech-Branche wichtige Innovationstreiber
Die Biotech-Branche ist auf moderne Soft- und Hardware angewiesen. Neueste Entwicklungen im Bereich KI und Digitalisierung haben somit auch direkten Einfluss auf die Innovationskraft der Biotechnologie. Mit der stetigen Weiterentwicklung im IT-Bereich ist somit auch bald mit neuen Biotech-Trends zu rechnen, die u.a. Lösungen für nichts Geringeres als den Fortbestand der Menschheit bringen werden.

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