Bauwirtschaft Trends 2022 – Nachhaltigkeit, Holz, Digitalisierung

Wie andere Branchen hat auch die Baubranche unter der Corona-Pandemie gelitten. Der Fachkräftemangel, gravierende Lieferengpässe sowie rapide steigende Baukosten haben der Branche ebenfalls zugesetzt. Gleichzeitig haben sich aber auch Trends weiter gefestigt, welche die Bauwirtschaft 2022 beschäftigen werden.
1. Nachhaltiges Bauen
Nachhaltigkeit ist ein Top-Thema, das in den nächsten Jahren viele Lebens- und Arbeitsbereiche beschäftigt. Doch besonders die Bauindustrie steht immer wieder im Fokus, wenn es um den ökologischen Fußabdruck geht. So erfordert die Herstellung von Beton nicht nur sehr viel Energie, sondern benötigt auch Sand. Weltweit sorgt der Abbau von Sand für gravierende Einschnitte in die Umwelt.
Nachhaltiges Bauen wird als Trend in der Bauwirtschaft 2022 zum einen ein USP für viele Unternehmen. Zum anderen hilft Nachhaltigkeit auch dabei, wirtschaftlicher zu bauen. Ein Beispiel ist recycelter Beton. Dieser wird bereits vielfach eingesetzt. So entstehen z.B. aus abgerissenen Brücken und Gebäuden neue Gebäude.
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Die Gebäude selbst werden verstärkt im Hinblick auf deren Nachhaltigkeit entwickelt. Auch aufgrund hoher staatlicher Förderung werden verstärkt Energiesparhäuser gebaut werden, die sich nahezu autark mit Hilfe von Erneuerbaren Energien mit Wärme und Strom versorgen lassen.
Der nachhaltige Umgang mit natürlichen Ressourcen wird sich auch im Bereich der Baumaschinen fortsetzen. Es wird immer mehr elektrisch angetriebene Fahrzeuge geben.
2. Bauen mit Holz
Holz wurde als Baustoff in den letzten Jahren wiederentdeckt. Es hat im Vergleich zu Kunststoffen oder anderen synthetisch hergestellten Materialien viele Vorteile. So sorgt es für ein gesünderes Raumklima und ist biologisch abbaubar. Deshalb wird Holz 2022 verstärkt in Form von Wandbaustoffen ähnlich wie Ziegel zum Einsatz kommen.
Novellierungen in zahlreichen Landesbauordnungen erlauben darüber hinaus, Holz breiter einzusetzen. Das wird den Bautrend Holz 2022 weiter befördern.
Allerdings wird die Bauwirtschaft eine Lösung für die steigende Nachfrage nach Hölzern finden müssen. 2021 hat gezeigt, was passiert, wenn der Weltmarkt verstärkt Holz nachfragt. Bauunternehmen hatten Schwierigkeiten, überhaupt Holz zu vernünftigen Preisen zu bekommen, was wiederum die Baupreise enorm ansteigen ließ.
3. Direktvertrieb
Die fehlenden Messen 2020 haben dazu geführt, dass Hersteller von Baumaterialien andere Wege als über den Großhandel suchen mussten. Sie haben verstärkt in den Direktvertrieb investiert. Baufirmen werden 2022 vermutlich verstärkt Baumaterialien bei den Herstellern direkt beziehen.
4. Digitalisierung und Automatisierung
Diese beiden Punkte können vermutlich noch in den nächsten Jahren auf eine Liste der Trends für die Bauwirtschaft geschrieben werden. Sie sind Megatrends und werden die Baubranche sowie alle anderen Branchen noch lange begleiten.
Methoden wie das BIM oder modernes Projektmanagement auf der Baustelle vergrößern die Möglichkeiten und können Baufirmen dabei helfen, effizienter und schneller zu bauen. KI bei der Bauplanung oder Virtual Reality werden 2022 bestehende Systeme noch weiter ergänzen und die Bauplanung vereinfachen.
Gebäude werden 2022 sicherlich noch „intelligenter“. Das Smart Home wird eine noch bedeutendere Rolle spielen, indem z.B. Gebäude automatisiert gesteuert werden. Licht, Heizung, Belüftung werden dann über intelligente Systeme automatisch reguliert, um z.B. so wenig wie möglich Energie zu verbrauchen.
5. 3D-Druck
Es gibt immer mehr Startups und Unternehmen, die sich im Baubereich an den 3D-Druck wagen werden. So wird 2022 in der Bauwirtschaft vermutlich auch die modulare Bauweise stärker nachgefragt werden. Auch hier spielen dann Aspekte wie eine nachhaltige und Ressourcen schonende Materialverwendung sowie eine höhere Baugeschwindigkeit eine wichtige Rolle.
6. Verdichtung statt neuer Flächen
Es gibt zwei gegensätzliche Trends in der Wohnungswirtschaft. Während es immer mehr Stadtbewohner aufgrund steigender Wohnungspreise aus den Städten aufs Land zieht, gibt es in den Städten aber weiterhin großen Bedarf an Wohnraum.
Da die Flächen in den Städten meist begrenzt sind, wird sich die Bauwirtschaft 2022 verstärkt mit den Möglichkeiten auseinandersetzen, wie Gebäude in Innenstädten verdichtet werden können. Eine Idee, die immer wieder aufkommt: Die Nutzung von Discountern, um darauf Wohngebäude zu bauen.
Nachhaltigkeit als Megatrend liegt über allem
Nahezu jeder Trend in der Bauwirtschaft 2022 ist mit der Idee von Nachhaltigkeit verknüpft. Sie wird die Branche noch über viele Jahre hinweg beschäftigen.
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