Inspirierende Frauen in den Life Sciences

Wenn wir auf die Geschichte der Life Sciences zurückblicken, gibt es eine ganze Reihe von Frauen, die darin Geschichte geschrieben haben. In diesem Artikel sehen wir uns fünf Frauen genauer an, welche die Life Sciences maßgeblich geprägt haben und mit zu der Branche gemacht haben, die wir heute kennen und schätzen.

Als führende Personalberatung im Bereich Life Sciences bieten wir unserem gesamten Team ein integratives Arbeitsumfeld, das von Gleichberechtigung geprägt ist. Ohne die Pionierarbeit von Frauen in den Life Sciences hätte es viele historische Durchbrüche in diesem Bereich vermutlich nicht gegeben. Wir werfen deshalb nun einen Blick auf fünf Frauen, deren Wirken entscheidende Wegmarken für die Geschichte der Life Sciences brachte.

Rosalind Franklin

Unsere Liste der wichtigsten Frauen für die Geschichte der Life Sciences wäre ohne eine Würdigung der Arbeit von Rosalind Franklin unvollständig.

Rosalind Franklins durch Röntgenbeugung gewonnenen Bilder der menschlichen DNA ebneten den Weg zur Entdeckung der Doppelhelixstruktur des Moleküls. Und beinahe wäre diese Entdeckung trotz der bahnbrechenden Arbeit Franklins allein Crick und Watson zugeschrieben. Franklin protestierte jedoch aktiv gegen die niedrigere Bezahlung im Vergleich zu ihren Kollegen und ihre mangelnde Anerkennung. Beides wurde ihr trotz Veröffentlichung ihrer Arbeit in den wichtigsten wissenschaftlichen Zeitschriften verwehrt.

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Nach ihrer wichtigen Forschungsarbeit rund um die DNA leistete Rosalind Franklin Pionierarbeit bei der Erforschung molekularer Strukturen von Viren. Nach ihrem Tod setzte ihr wissenschaftlicher Mitarbeiter, Aaron Klug, ihre Forschungen fort und erhielt schließlich 1982 den Nobelpreis für Chemie.

Dorothy Hodgkin

Die Biochemikerin Dorothy Hodgkin leistete mit ihrer Forschung zur Entschlüsselung der Insulinstruktur einen maßgeblichen Beitrag zur Erforschung von Diabetes. Ihre Arbeit in der Röntgenkristallographie trug auch dazu bei, die Strukturen von Vitamin B12 und Penicillin zu bestimmen, und führte zur ersten Veröffentlichung einer Steroidstruktur (Cholesteryljodid). 1964 erhielt Hodgkin den Nobelpreis für Chemie. Sie gilt als Pionierin der Röntgenkristallographie von Biomolekülen und schuf so ein unverzichtbares Werkzeug für die Strukturbiologie.

Marie Curie

Marie Curie, die erste Nobelpreisträgerin nach einer langen Reihe von männlichen Preisträgern, hat sich mit ihren Arbeiten über Radioaktivität in der Wissenschaftsgeschichte unsterblich gemacht. Sie war die erste Person, die den Nobelpreis zweimal verliehen bekam, und ist die einzige Person, die für ihre Arbeit Nobelpreise in zwei unterschiedlichen Fachgebieten erhielt. Ihre Arbeit führte zur Entdeckung von Polonium und Radium, und sie entwickelte die ersten mobilen Röntgengeräte. Diese wurde unter anderem im ersten Weltkrieg eingesetzt.

Neben ihrer wegweisenden Arbeit in den Life Sciences bewies Curie, dass sich auch ein intensives Arbeitsleben mit der Familie vereinbaren lässt. Die enge Beziehung zu ihrer Familie zeigte sich auch darin, dass Marie Curie ihre Tochter Irène zu einer erfolgreichen Karriere als Chemikerin inspirierte. Diese Unterstützung schuf die Grundlage dafür, dass Irène Curie schließlich 1935 der Chemienobelpreises für die Entdeckung der künstlichen Radioaktivität verliehen wurde. Damit sind die Curies bis heute die Familie mit den meisten Nobelpreisträgern.

Gertrude B. Elion

Progressive Recruitment ist stolz darauf, mit Pharmaunternehmen zusammenzuarbeiten, welche die Zukunft des Gesundheitswesens verändern und mitgestalten wollen. Deshalb haben wir Gertrude B. Elion in die Liste der inspirierenden Frauen für die Life Sciences aufgenommen. Sie war maßgeblich an der Entwicklung des ersten immunsuppressiven Medikaments beteiligt und entwickelte außerdem das erste erfolgreiche antivirale Medikament. Elions innovative Forschungsmethoden führten außerdem zur Entwicklung des AIDS-Medikaments „AZT“.

Zudem hat sie der Krebstod ihres Großvaters dazu inspiriert, an einer Heilung dieser Krankheit zu forschen.

Für Ihre Arbeit zu wichtigen biochemischen Prinzipien der Arzneimitteltherapie erhielt Elion 1988 zusammen mit George H. Hitchings und James W. Black den Nobelpreis für Medizin. Die Ergebnisse Ihrer Forschungsarbeit lieferten wichtige Grundlagen für die Entwicklung von Medikamenten gegen Leukämie, Gicht, Malaria, Herpes, Meningitis und Organabstoßung.

Ihre Arbeit im Bereich der Purine führte zur Entwicklung von zwei Krebsmedikamenten, die sie ihrem Ziel näher brachten, im Gedenken an ihren Großvater zur Heilung von Krebs beizutragen.

Ada Lovelace

Ada Lovelace war eine englische Mathematikerin, die als erste das Potenzial des von Charles Babbage vorgeschlagenen mechanischen Universalrechners erkannte. Sie gilt vielen zudem als Pionierin der Computerprogrammierung. Im Jahr 1842 entdeckte Lovelace, dass die „analytische Maschine“ mehr als nur eine bloße Rechenmaschine war, und sie war die erste Person in der Geschichte, die einen von einer Maschine ausgeführten Algorithmus entwickelte.

Die Art und Weise wie Sie arbeitete und forschte, erhöhte die gesellschaftliche Akzeptanz von Technologie. In ihren „Notes“ sagte sie voraus, wie Menschen mit der Technologie interagieren sie für die gemeinsame Arbeit an Projekten nutzen können – und es ist diese Denkweise, die zur Erfindung der digitalen Gesundheitsindustrie geführt hat. Fast 200 Jahre nach Lovelaces Entdeckung gibt es nun die erste Generation von Menschen, die mit der Technologie als integralem Bestandteil ihres Lebens aufwachsen, und wir erleben, wie sie sich mit unserem menschlichen Alltag und unserer Lebensweise vereinbaren lässt. Auch wenn Charles Babbage als „Vater der Computer“ gepriesen wird, ist es jedoch Ada Lovelaces Ansatz, wie Menschen Computer zum gesellschaftlichen Nutzen verwenden können, welcher der IT-Branche zum Erfolg verholfen hat.

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