Nachhaltigkeit, Flexibilität und Vernetzung: Mobilität im Wandel

Diensträder, Connected Cars und sogar Flugtaxis: Die moderne Mobilität hat viele Gesichter. Sie soll Umweltschutz und urbane Lebensräume miteinander in Einklang bringen, gleichzeitig aber auch neue digitale Möglichkeiten voll ausschöpfen. Längst dreht sich dabei nicht mehr alles nur um alternative Antriebe. Auch völlig neue Fortbewegungskonzepte und vernetzte Lösungen kommen ins Rollen – die Fahrt hat gerade erst begonnen. Und sie hat Auswirkungen auf sämtliche Bereiche eines Unternehmens.

Unternehmen als Katalysator der Mobilitätswende

Das Umweltbewusstsein der Menschen steigt, ebenso wie die Nachfrage nach elektrifizierten Fahrzeugen. Das gilt auch für Unternehmen. Laut aktuellem Arval Mobility Observatory Fuhrpark- und Mobilitätsbarometer 2021 nutzen schon heute sieben von zehn der in der Erhebung befragten deutschen Unternehmen alternative Antriebe oder planen zumindest deren zukünftigen Einsatz. Damit senken sie nicht nur ihre CO2-Bilanz, sie werden zum Katalysator des Wandels.

Doch die Mobilitätswende hat auch Auswirkungen auf die Aspekte Corporate Social Responsibility (CSR) und Recruiting: Sensibilität für das Thema Umweltschutz zahlt positiv auf das Image eines Unternehmens ein. Gerade Young Professionals achten bei der Jobsuche nicht mehr nur auf das Gehalt. Weiche Faktoren, wie die Außendarstellung eines Unternehmens und das Engagement in Nachhaltigkeitsthemen, spielen heute eine zunehmend wichtige Rolle bei der Entscheidung für einen Arbeitgeber.

Nicht nur das Firmenauto ist gefragt

Auswirkungen hat die Einstellung der jungen Generation nicht zuletzt auch auf den Dienstwagen. Zwar hat das Firmenauto nach wie vor einen hohen Stellenwert, es ist jedoch längst nicht mehr nur das alleinige Maß aller Dinge – Stichwort: Mobilitätsmix. Neue, alternative Mobilitätslösungen wie Bike-Leasing, Corporate Carsharing und Mobilitätsbudgets befinden sich auf der Überholspur. So sind Mitarbeitende, die mit dem Auto zur Arbeit fahren, häufig zeitraubenden Staus und Parkplatzsuchen ausgesetzt. Das gilt vor allem für stark besiedelte Umgebungen wie Städte. Dienstlich genutzte Fahrräder und E-Bikes haben sich in dem Zusammenhang als nachhaltige Alternative entwickelt. Sie werden deshalb immer häufiger in Fuhrparks integriert. Interessant werden Diensträder vor allem durch die vorteilhafte Gehaltsumwandlung und den umfassenden Rundumschutz. Darüber hinaus zählt auch die Möglichkeit der unbegrenzten Privatnutzung als ausschlaggebender Grund für die Wahl eines solchen Gefährts. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Unternehmen leisten durch das Angebot einen aktiven Beitrag zur Gesundheitsförderung.

Mobil und vernetzt mit Connected Cars

Die digitale Vernetzung ist seit Erfindung des Smartphones kaum noch aus unserem Alltag wegzudenken. Kein Wunder also, dass sich entsprechende Technologien auch in Connected Cars wiederfinden. Trotz anhaltender Skepsis im Hinblick auf den Datenschutz sollen 100 Prozent der bis 2025 verkauften Neuwagen vernetzt sein, so das Arval Mobility Observatory. Besonders große Unternehmen setzen in ihren Flotten auf Connected Cars, speziell wenn diese aus leichten Nutzfahrzeugen bestehen. Die Gründe dafür sind vielfältig: So zählen laut Studie neben Umweltaspekten (41 %) besonders die betriebliche Effizienz (41 %), die Lokalisierung von Fahrzeugen (51 %) und die Senkung der Fuhrparkkosten (39 %) zu den wichtigsten Treibern.

Die Mobilität der Zukunft ist nachhaltig, flexibel und vernetzt

Klar ist: Die Entwicklungen deuten darauf hin, dass künftig weniger einzelne Verkehrsmittel, sondern vielmehr unterschiedliche Mobilitätsangebote in den Fokus von Flottenverantwortlichen rücken werden. Mitarbeitende sind so in der Lage, unterschiedliche Fortbewegungsmittel individuell zu kombinieren und profitieren dadurch von deutlich mehr Flexibilität. Aber auch bei der Antriebsform gelten Alternativen zum klassischen Verbrenner als zukunftsfähig: Um Klimaziele einhalten zu können und den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren, kommen Flottenverantwortliche nicht mehr um die Elektrifizierung ihres Fuhrparks herum.

Doch wohin geht die Reise in ein paar Jahren? Flugtaxis, autonomes Fahren und Hyperloops könnten das Thema Mobilität in Zukunft völlig neu definieren. Es bleibt spannend, welche Möglichkeiten der Fortbewegung für Unternehmen durch innovative Technologien ins Rollen kommen werden.

 

 

Autorin

Katharina Schmidt ist Head of Consulting und Leitung des Fuhrparks bei Arval Deutschland GmbH sowie Sprecherin des Arval Mobility Observatory Mobilitäts- und Fuhrparkbarometers.

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