Do’s and Dont’s bei der Bewerbung im Ingenieursektor

Ingenieure sind derzeit gefragt wie nie. Dementsprechend sind viele Ingenieurstellen sehr attraktiv. Die Ansprüche an die Ingenieurbewerbung seitens der Arbeitgeber sind dennoch hoch. Daher muss bei einer Bewerbung alles passen. Egal ob beim Lebenslauf, Anschreiben oder im Vorstellungsgespräch – Der Aufbau, Inhalt und die Vorbereitung muss stimmen.

Wir verraten Ihnen die absoluten Do’s and Dont’s bei Ihrer nächsten Bewerbung im Ingenieursektor.

Masse statt Klasse – Die richtigen Bewerbungsunterlagen für die richtige Stellenanzeige

1. Lebenslauf

Ob Sie eine Jobzusage erhalten, hängt unter anderem maßgeblich von der Aufbereitung Ihres Lebenslaufs ab. Ein kurzer Blick auf den CV genügt, um zu entscheiden, ob der Verantwortliche mehr Zeit in Ihre Unterlagen investieren wird.

Achten Sie daher auf einen klaren, übersichtlichen Aufbau mit genauen Zeitangaben. Als Ingenieur möchten Sie zeigen, dass Sie Wichtiges von Unwichtigem trennen und das Ganze schließlich in ansprechender Form präsentieren können. Überlegen Sie, was den Personaler interessieren könnte, und nicht, was Sie selbst besonders wichtig finden.

Prüfen Sie, ob alle Angaben, die Sie in Ihrem Lebenslauf machen, auch mit den Dokumenten (zum Beispiel Zeugnissen) in Ihrer Bewerbungsmappe übereinstimmen.

Do’s

Dont‘s

  • Lebenslauf auf die Jobausschreibung anpassen und relevante Aspekte hervorheben
  • Chronologische Anordnung der Projekte
  • Separate Übersicht über Kenntnisse, wie z.B. Programmiersprachen, erstellen

 

  • Grammatik- und Rechtschreibfehler
  • Unübersichtliche Angaben
  • Lücken im Lebenslauf aufzeigen

 

2. Anschreiben

Bewerbung auf eine Stellenanzeige

Sie haben Ihren Lebenslauf final erstellt? Dann kommt nun der nächste Schritt: Das perfekte Anschreiben formulieren.

Personalverantwortliche erhalten sehr viele Anschreiben, daher sollte Ihres sich von der Masse abheben. Jedes Ihrer Anschreiben sollte einen eigenen Charakter haben. Es sollte knapp formuliert und gleichzeitig so überzeugend im Aufbau sein, dass der Leser Ihre übrigen Dokumente ebenfalls sehen möchte.

Neben Ihrer Motivation und den Erwartungen an den neuen Job, sollten Sie darin auch beantworten, was Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber bieten können. Achten Sie jedoch darauf, nur Informationen einzufügen, die tatsächlich für den Leser und die anvisierte Stelle relevant sind.

Vermeiden Sie unbedingt ein Standart-Anschreiben! Personaler erkennen es sofort. Ein solches Schreiben vermittelt den Eindruck, dass Sie nicht ausreichend Zeit und Mühe in das Bewerbungsverfahren investiert haben. Ein gutes Anschreiben spiegelt die Motivation des Bewerbers wider. Behandeln Sie jedes Bewerbungsschreiben so, als wäre jeder Job der einzige auf den Sie sich bewerben.

Beachten Sie zudem die Faustregel, dass eine Seite vollkommen ausreicht.

Initiativbewerbung

Mit einer Initiativbewerbung können Sie sich ebenfalls bei unterschiedlichen Unternehmen bewerben – auch wenn diese zurzeit keine Stellenangebote ausgeschrieben haben. Viele Arbeitgeber wissen diese Eigeninitiative zu schätzen.

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Im Gegensatz zu einem Anschreiben auf eine Stellenanzeige, können Sie Ihre Stärken hier noch deutlicher betonen, da es keine Vorgaben zu den Anforderungen gibt. Auch die Begründung für die Bewerbung hat eine große Bedeutung. Ein häufiger Fehler bei Initiativbewerbungen sind unkonkrete Angaben in welcher Position jemand bei einem Unternehmen arbeiten möchte.

Bewerben Sie sich daher auf eine konkrete Position bzw. einen bestimmten Job. Wenn in der Firma derzeit keine Vakanzen zur Verfügung stehen, können Personalverantwortliche Ihre Initiativbewerbung auch zu einem späteren Zeitpunkt noch in Betracht ziehen. Vermerken Sie daher, dass das Unternehmen Ihre Bewerbungsunterlagen gerne aufbewahren und sich auch zukünftig bei Ihnen melden darf, wenn eine neue Stelle vakant werden sollte.

Do’s

Dont‘s

  • Motivation für die Bewerbung und Erwartungen darstellen
  • Eigene Erfahrungen den Anforderungen des Unternehmens gegenüberstellen
  • Persönlichkeit mit reinbringen
  • Interesse am Unternehmen zeigen
  • Mangelhafte Rechtschreibung
  • Text aus vorgefertigten Bausteinen zusammenkopieren
  • Kein Bezug zum Unternehmen herstellen
  • Übertriebene Selbstdarstellung oder reine Wiederholung des Lebenslaufs
  • Nur eigene Chancen und Erwartungen aufzählen

3. Bewerbungsgespräch

Auch wenn Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt derzeit sehr gefragt sind, entscheidet häufig der persönliche Eindruck beim Vorstellungsgespräch über die finale Zu- oder Absage. Bewerber im Ingenieursektor sollten vor allem hier als Persönlichkeit überzeugen und die eigenen Kompetenzen herausstellen.

Generell gibt es inhaltlich und äußerlich einiges zu beachten. Bereiten Sie sich auf das kommende Interview genauestens vor, insbesondere über das Unternehmen

 selbst. Auch über klassische Fragen, wie zum Beispiel, warum Sie in dieser Position und dem Unternehmen arbeiten möchten, sollten Sie sich im Vorhinein Gedanken machen. Dazu ist es hilfreich, eine Liste mit allen wichtigen Informationen zu dem Unternehmen und Stellenangebot zusammen zu stellen.

Egal ob beim Bau, bei der Metallverarbeitung, in der Energietechnik, Elektrotechnik, Technischen Forschung oder Produktionssteuerung: Vor der Ingenieur-Bewerbung sollten Sie sich über die Firmenphilosophie, die Leistungen oder Produkte des jeweiligen Unternehmens informieren. Somit zeigen Sie, dass Sie wirklich motiviert sind und sich mit der Stelle und Ihrem potentiellen Arbeitgeber intensiv auseinandergesetzt haben. Nutzen Sie die Firmenseite und Social Media Kanäle, um die dort auffindbaren Informationen gezielt für Ihre Vorbereitung zu nutzen.

Machen Sie sich zudem Gedanken über mögliche Fragen zu Ihrer Person. Erstellen Sie eine kleine Selbstanalyse mit folgenden Punkten:

  • Stärken
  • Schwächen
  • Fähigkeiten
  • Technische Skills
  • Besonderheiten
  • Erfahrungen
  • Absolvierte Projektarbeiten

Seien Sie während des Vorstellunggesprächs stets offen und freundlich, auch in der Körpersprache. Und denken Sie daran: Auch wenn Sie nervös sind, der potenzielle Arbeitgeber möchte sich ebenfalls gut bei Ihnen präsentieren.  

Bei der Beantwortung von Fragen, sollten Sie immer schnell zum Punkt kommen. Erfassen Sie die Fragen schnell und formulieren Sie die Antworten so, dass mit wenigen Sätzen der Kern der Fragen beantwortet wird. Personaler und Beisitzer sehen es ungern, wenn Kandidaten sich lange auslassen und dabei nur wenig zum Inhalt der Frage beitragen.

Ein kleiner Tipp: Üben Sie Ihre Selbstpräsentation immer wieder vor einem Spiegel oder vor Freunden und Bekannten. Das gibt Ihnen Sicherheit.

Ein weiterer wichtiger Punkt für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch ist das gepflegte Outfit, was zum Unternehmen bzw. der Branche passt. Die richtige Kleiderauswahl kann zeigen, dass Sie zu Ihrem künftigen Arbeitgeber passen. Da die Dresscodes je nach Branche sehr unterschiedlich sind, empfiehlt es sich, vorab ein wenig zu recherchieren. Generell gilt zu beachten, dass Sie sich ordentlich und gepflegt kleiden.

Do’s

Dont‘s

  • Im Vorfeld über das Unternehmen recherchieren
  • Typische Fragen vorbereiten
  • Pünktliches Erscheinen, offenes und gepflegtes Auftreten, Blickkontakt
  • Gezielt, ehrlich und informativ auf Fragen antworten
  • Bei Antworten schnell auf den Punkt kommen
  • Unvorbereitet und unmotiviert in das Bewerbungsgespräch gehen
  • Unpünktlichkeit und verschlossene Körperhaltung
  • Fragen ausweichend oder zu ausschweifend beantworten
  • Sich selbst nicht vorstellen, Interviewpartner unterbrechen
  • Negative Darstellung der eigenen Person

 

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