Die Digitalisierung der Energiebranche und deren Auswirkungen

Der Megatrend Digitalisierung macht auch vor dem Energiesektor nicht Halt und wird in den nächsten Jahren massive Änderungen mit sich bringen. Wir haben mit Peter Voorneveld, Head of Progressive Global Energy DACH, über die daraus resultierenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt im Energiesektor gesprochen.

Chancen der Digitalisierung

Vernetzter, intelligenter, effizienter und nachhaltiger: Der beeindruckende Fortschritt der digitalen Technologien hat längst auch im Energiesektor Einzug gehalten. Wir haben im Folgenden die drei größten Chancen der Digitalisierung in der Energiebranche für Sie zusammengefasst:

Chance 1: Veränderung der Geschäftsbereiche

Die Digitalisierung verändert nicht nur die Branche selbst, sondern auch alle darin enthaltenen Geschäftsbereiche. Für Energieunternehmen eröffnet sich dadurch eine große Chance, den oftmals überfälligen Strukturwandel einzuleiten und die eigene Organisation zukunftsfähiger zu gestalten. Dort, wo die Versorger erste Schritte zur Digitalisierung ihres Geschäftes unternehmen, zeigen sich schnell Erfolge bei der Verbesserung von Effizienz und der Erschließung neuer Geschäftsfelder sowie Kundengruppen. Zusätzlich führt ein Kulturwandel hin zu einem agileren, kundenorientierten Management.

Chance 2: Stärkung der Kundenbindung

Innerhalb der letzten Jahre hat sich zusehends der Wettbewerb um Endkunden verschärft. Eine nachhaltige Kundenbindung wird daher mehr und mehr zum Erfolgsfaktor. Informations- und technologiegetriebene Mechanismen spielen dabei eine wichtige Schlüsselrolle – allen voran die Online-Vertriebskanäle. Mit der Erschließung dieser neuen Potenziale ergibt sich gleichzeitig die Notwendigkeit zu einem grundlegenden Veränderungsprozess innerhalb der eigenen Organisation – strategisch und operativ, organisatorisch sowie kulturell.

Chance 3: Digitale Fortschritte

Die Digitalisierung ermöglicht zudem große Fortschritte bei der Datenverarbeitung, den Datenanalysen und deren Konnektivität untereinander. Dazu zählen:

  • Zunehmende Datenmengen aufgrund sinkender Kosten für Sensoren und Datenspeicherung
  • Bessere Konnektivität von Personen und Geräten
  • Schnellere und günstigere Datenübertragung
  • Schnelle Fortschritte innerhalb der Analytik wie beispielsweise beim Maschinellen Lernen

Diese Aspekte können die Lebensdauer, die Effizienz und die Auslastung der Energie-Infrastruktur erheblich steigern und gleichzeitig die Kosten senken. Grundsätzlich kann eine verbesserte Konnektivität dazu beitragen die traditionellen Sparten, die die Energiesektoren voneinander trennen, aufzubrechen, sodass Verbraucher und Hersteller aktiv an den Energiesystemoperationen teilnehmen können. Zudem ermöglicht es das Verbinden, Überwachen, Aggregieren und Steuern einer großen Anzahl einzelner energieerzeugender Einheiten und Geräte. Von Elektrofahrzeugen über Windparks bis hin zu Solarsystemen auf den Dächern.

Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

„Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitsplätze im globalen Energiesektor ist eine interessante und gleichzeitig herausfordernde Chance“, so Peter Voorneveld. So wissen beispielsweise viele Unternehme nicht genau, welche digitalen Ressourcen sie in Zukunft benötigen werden und sind vorsichtig in Bezug auf große Investitionen. „Experten in der Energiebranche müssen sich darauf einstellen ihr Fachwissen bezüglich der Veränderungen durch die Digitalisierung stetig zu erweitern. ​Teilweise wird es zu einer kurzen Übergangsphase kommen, in der es sehr schwierig sein kann, passende Fachkräfte zu finden“, erklärt uns Peter Voorneveld.

Der Head of Progressive Global Energy DACH gibt sich jedoch optimistisch gegenüber den aufkommenden Rollen im Energiesektor: „Bewerber mit Fachwissen in den Bereichen Data Security sowie Industrie 4.0 werden in Zukunft eine bedeutende Rolle im Energiesektor spielen. Dazu zählen auch Fachkräfte hinsichtlich der Entwicklung von Smart Grid Systemen, sowie Spezialisten für das Upgrading des Kabelnetzes und der dezentralen Speicherung.“

„Smart Metering“ – Das intelligente Messwesen

Ein Beispiel für ein neues System, das besondere Kenntnisse von Fachkräften erfordert, ist das sogenannte „Smart Metering“. Dieses intelligente Messsystem ist bereits am 2. September 2016 eingeführt worden und wird in digitalen und internetfähigen Stromzählern mit einer Kommunikationseinheit eingesetzt. Smarte Zähler sammeln dabei laufend Zählerstände und werten sie automatisch aus. Strom- aber auch Gas-Kosten werden so transparenter und können pro Kunde besser abgerechnet werden. Zudem ist eine detailliertere Planung möglich, wie viel Energie zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt wird. Außerdem erschwert „Smart Metering“ physische Manipulationsversuche.

Das Aufkommen neuer Technologien beschleunigt so gleichzeitig die Verlagerung hin zu einem multidirektionalen Energiesystem, bei dem die Nachfrager aktiv am Ausgleich des Angebots auf allen Ebenen mitwirken. Intelligente Zählsysteme werden in Zukunft auch bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle helfen, wie beispielsweise beim Solarmodell „Mieterstrom“, bei dem der Strom gesammelt auf dem Dach erzeugt und anschließend an die verschiedenen Mieter verteilt wird. So entsteht langfristig ein stark vernetztes System, das die Unterscheidung zwischen traditionellen Anbietern und Verbrauchern aufweicht und auf lokaler Ebene für mehr Handelsmöglichkeiten im Bereich Energie- und Netzdienstleistungen sorgen kann.

Progressive unterstützt Sie bei der Jobsuche

Progressive Global Energy ist auf die Vermittlung von Experten für den Energiesektor in ganz Deutschland spezialisiert. Außerdem unterstützen wir Unternehmen in den Bereichen EPCM für Projekte aus den verschiedensten Industrien wie Upstream, Midstream, Downstream und Chemikalien, konventionelle Energien und erneuerbare Energien.

„Unter Energie verstehen wir den traditionellen Energiesektor, die erneuerbare Energiebranche, den Öl- und Gassektor sowie den natürlichen Rohstoffsektor mit Stahl und Kupfer“, ergänzt Voorneveld. Als Geschäftszweig der SThree GmbH besitzen die Berater von Progressive Global Energy zudem ein umfassendes Know-how bei der Suche von Freiberuflern, Festangestellten und Spezialisten innerhalb der Arbeitnehmerüberlassung. „Unsere Philosophie basiert darauf, die Herausforderungen zu verstehen, denen unsere Kunden gegenüberstehen. So haben wir nicht nur ein umfassendes Branchenwissen, sondern auch ein großes Kundennetzwerk in der ganzen Welt generiert.“, schließt der Head of Progressive Global Energy DACH ab.

Progressive verfügt über hochqualifizierte Berater, die Ihren gesamten Bewerbungsprozess von Anfang bis Ende managen. Sie stellen Ihnen exklusive Positionen vor, bereiten Sie gründlich auf die Bewerbungsgespräche vor und kümmern sich um die Vertrags- und Gehaltsverhandlungen. Dieser Rundum-Service steht Ihnen kostenfrei zur Verfügung.

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