11 Methoden zur Stressvermeidung am Arbeitsplatz

Stress ist als direktes Ergebnis des verstärkten Einsatzes von Technologie und Zeitdruck überall im modernen Leben anzutreffen. Das Leben war vor Computern, Mobiltelefonen und dem sofortigen Zugriff auf Informationen langsamer und vorhersagbarer. Wie schaffen wir es also, dass wir trotz ständiger Erreichbarkeit und Medieneinfluss nicht unter dem Druck zusammenbrechen, sondern die Dinge im Griff behalten und unsere Produktivität am Arbeitsplatz sogar noch steigern?

Im Folgenden haben wir dazu ein paar Tipps für Sie zusammengefasst:



1. Organisation ist alles

Organisieren Sie Ihre Arbeit: ein einfacher, aber äußerst effektiver erster Schritt zur Stressminderung. Beginnen Sie jeden Tag mit einem aufgeräumten Schreibtisch. Legen Sie realistische Tagesziele fest und bringen Sie diese in eine Rangfolge gemäß ihrer Priorität. So können Sie am Ende des Tages die erledigten Punkte abhaken.

Beachten Sie aber stets, dass im Berufsalltag nicht alles vorhersehbar ist und oft Unerwartetes passiert. Und falls Sie einfach keine Zeit für einen der heutigen Punkte mit niedriger Priorität finden können, kann er oben in die Liste der Punkte für den nächsten Tag gesetzt werden.



2. Planen Sie voraus

Es wäre gut, wenn Sie sich jeden Tag an einer Liste der zu bearbeitenden Punkte orientieren, aber Sie dürfen auch nicht vergessen, vorausschauend zu planen. Legen Sie anstehende Ereignisse, Projekte und Aufgaben fest und berücksichtigen Sie diese auch in Ihrem Zeitplan. Prüfen und aktualisieren Sie Ihren Kalender daher regelmäßig und planen Sie sich feste Zeiten ein, in denen sie sich darum kümmern können.



3. Nehmen Sie nicht zu viel Arbeit an

Wenn es um die Übernahme von Aufgaben seiner Kollegen geht, muten sich einige oft zu viel zu. Seien Sie deshalb vorsichtig: Gegen Vormittag können sich diese kleinen Aufgaben sehr leicht in einen Berg von Arbeit verwandelt haben. Sie müssen einen Weg finden, um ab und zu „Nein“ zu sagen. Antworten Sie stets höflich und zuvorkommend wie beispielsweise: „Ich würde Ihnen wirklich gerne helfen, doch es baut sich bei mir ein Rückstau an Arbeit auf. Falls ich genug Arbeit erledigen kann, werde ich mich später bei Ihnen melden und sehen, was ich für Sie tun kann.“ Damit geben Sie ein klares „Nein“, zeigen aber Ihre Bereitschaft, anderen zu helfen, nachdem Ihre persönlichen Aufgaben erledigt sind.

Falls ein Vorgesetzter versucht, Sie mit Arbeit einzudecken, zeigen Sie ihm Ihre Arbeitsliste und fragen Sie ihn, ob er die Prioritäten ändern möchte, um diese neue Aufgabe einzuschieben. Dadurch geben Sie die Verantwortung an den Vorgesetzten zurück und erklären, weshalb Sie möglicherweise nicht in der Lage sein werden, die Arbeit zum gewünschten Termin abzuliefern.



4. Machen Sie eine kurze Pause

Falls Ihnen die Arbeit zu viel wird, entwickeln Sie Ihre eigene Methode für ein paar Sekunden abzuschalten. Die „Quadrat-Atmung“ ist eine hervorragende Methode, um sich selbst zu beruhigen. Bitte googlen Sie diese Technik, um mehr darüber zu lernen. Stehen Sie danach auf und gehen Sie ein paar Schritte zur Küche oder zur Kaffeemaschine, einfach nur um die Umgebung zu wechseln.

Die Pause sollte nicht so lange sein, dass Sie aus dem Arbeitsrhythmus herauskommen, sondern nur ein paar Sekunden, um sich neu zu orientieren. Das ist oft schon ausreichend.



5. Minimieren Sie Unterbrechungen

Das ist eine schwierige Angelegenheit. Viele Mitarbeiter fühlen sich unwohl, wenn Sie sich Zeit für Ihr Mittagessen nehmen. Fallen Sie aber nicht in dieses Muster. Jeder Manager weiß, dass eine Pause in einer anderen Umgebung sie nur produktiver werden lässt. Nehmen Sie sich daher unbedingt die Zeit für ein Mittagessen oder einen kurzen Spaziergang.



6. Machen Sie eine Mittagspause

Falls das Telefon ununterbrochen klingelt und Sie von der Arbeit ablenkt, gibt es immer noch die Möglichkeit die Anrufe nicht anzunehmen. Selbstverständlich sollten wichtige Anrufe immer entgegengenommen werden, falls ein Anruf jedoch nicht so wichtig ist, gibt es immer noch die Voice-Mail. Dasselbe gilt auch für E-Mails und interne Nachrichten: Falls eine schnelle Rückmeldung nötig ist, erledigen Sie diese bitte sofort, andernfalls können Sie sich dabei auch etwas Zeit lassen.

Oft es ist sehr nützlich sich über den Tag verteilt Zeiträume zu schaffen, in denen Sie Ihre E-Mails und Anrufe beantworten können.



7. Schonen Sie sich ausreichend

Einfache Dinge wie gesund essen, in Bewegung bleiben und gut ausgeruht zu sein, machen viel aus. Sie selbst wissen am besten, wie viel Schlaf Sie brauchen, um fit zu sein. Gehen Sie deshalb früh schlafen, meiden Sie Alkohol und seien Sie sich Ihrer Grenzen bewusst.



8. Bauen Sie eine Stress-Toolbox auf

Auch für den Fall, dass Ihnen Ihre Arbeit zu viel wird, müssen Sie Lösungswege überlegen. Im Internet gibt es zahlreiche Vorschläge zu diesem Thema und einige grundlegende Techniken um Ihr Stressniveau zu senken. Schon tiefes Durchatmen ist hervorragend geeignet, um sich wieder zu sammeln.

Eine andere Methode, um Stress abzubauen ist, sich einen virtuellen Platz im Kopf zu schaffen, aus dem Sie positive Energie und Gedanken ziehen können, wie zum Beispiel Ihren Lieblingsstrand oder Ihr Lieblingsrestaurant. So können Sie schnell Ihre Laune verbessern. Manchen hilft es auch, einen kleinen Ball, Stift oder ein Andenken in der Hand zu halten, um herunterzufahren.



9. Versuchen Sie nicht immer, Perfektion zu erzielen

Jeder gute Mitarbeiter versucht in allen Bereichen sein Bestes zu geben. Leider macht jeder einmal Fehler, doch das ist menschlich. Auch Managern und leitenden Führungskräften unterlaufen Fehler. Seien Sie deshalb nicht zu perfektionistisch und zu kritisch mit sich selbst. Der Trick ist, zu Ihren Fehlern zu stehen, sie zu verinnerlichen und dann aus ihnen zu lernen.



10. Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten

Falls Sie sich wirklich unter enormen Druck fühlen, sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten. Vielleicht ist diesem gar nicht bewusst, welchen Stress sie haben und wie sich fühlen. Sobald er sich darüber bewusst ist, kann er Ihnen mehr Unterstützung, Zeit und Ressourcen zu geben. Seine Priorität ist, die Arbeit erledigt zu bekommen, und ein Teammitglied, das unter Arbeitsdruck leidet, wird diese Aufgabe für ihn nicht einfacher machen. Sprechen Sie also mit Ihrem Vorgesetzten. Und wenn er „nein“ sagt, wissen Sie zumindest, wo dran Sie sind.



11. Legen Sie sich einen Plan B zurecht

Ein sicheres Anzeichen für Ihren übermäßig gestressten Zustand: Sie denken Ihr Job sei Alles und es gäbe keinen anderen Ausweg und keine anderen Optionen als weiter ununterbrochen zu arbeiten. Das ist natürlich falsch. Kein Job ist der EINZIGE Job, den Sie jemals haben werden, und keine Rolle ist dermaßen wichtig. Es gibt andere Arbeitgeber, die Sie liebend gerne einstellen würden, falls Ihre aktuelle Rolle nicht die Richtige für Sie ist.

Versuchen Sie, die Kontrolle über Ihre Arbeitssituation zurückzugewinnen. Schalten Sie einen Gang zurück und schauen Sie sich Ihre weiteren Optionen an. Abgesehen davon wäre es sicherlich keine schlechte Idee, einen Personalvermittler einzuschalten, der Sie bei Ihrer Karriereplanung unterstützt.