IoT in Stellenanzeigen unterrepräsentiert

Das „Internet of Things“ (IoT) liegt im Trend und ist allgegenwärtig, allerdings nicht in den Stellenausschreibungen für IT-Jobs. Der IT-Personaldienstleister Progressive Recruitment führte einen Quickscan mit der Wortkombination IoT und Stellenausschreibung durch. Der Scan ergab gerade einmal 54 Treffer in öffentlichen Quellen im Internet für das letzte halbe Jahr. Dass dieser Trend noch nicht in Stellenausschreibungen vertreten ist, steht in einem Missverhältnis zum Stellenwert des IoT in der Wirtschaft.

Das Marktforschungsunternehmen Forrester gibt in seiner „The Internet of Things Heat Map 2016“ an, dass weltweit circa 19 Prozent der Unternehmen von IoT-Anwendungen Gebrauch machen und weitere 28 Prozent planen, das IoT in naher Zukunft zu nutzen.

Erforderliche Fähigkeiten

Der IoT-Trend hat Einfluss auf die Fähigkeiten, die ein IT-Spezialist mitbringen muss. So stehen beispielsweise IT-Infrastrukturspezialisten vor der Herausforderung, ein Netzwerk IoT-fähig zu machen. Ein solches Netzwerk muss skalierbar, zuverlässig und sicher sein. IT-Infrastrukturspezialisten müssen ihre Kenntnisse in dieser Hinsicht also weiterentwickeln.

DevOps-Vergleich

Progressive Recruitment vergleicht das Ergebnis seines Quickscans mit dem DevOps-Trend. DevOps ist eine Methode zur Softwareentwicklung, wobei Development (Dev) und Operations (Ops) eng zusammenarbeiten. Noch vor zwei Jahren kam der Begriff nur selten in Stellenausschreibungen vor. Derselbe Quickscan mit den Schlagworten DevOps und Stellenausschreibung liefert heute 5.156 Treffer.

Timo Lehne, Geschäftsführung von SThree, zu den Quickscan-Ergebnissen: „Der IoT-Trend wird sich durchsetzen. Er zieht Unternehmen, ITler und auch Nicht-ITler in seinen Bann. Ganz Deutschland kommt damit in Berührung, ohne dass einem das immer bewusst ist. Jeder hat schon einmal von der Möglichkeit gehört, beispielsweise das Thermostat zu Hause über ein mobiles Endgerät von der Ferne zu bedienen. Wenn Unternehmen planen, im IoT-Bereich tätig zu werden oder dies bereits sind, dann rate ich dazu, dies auch in den Ausschreibungstext für zu besetzende IT-Stellen aufzunehmen. Das klingt nicht nur gut, sondern hat auch einen Einfluss auf die Fähigkeiten, die der Bewerber mitbringen muss.“